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29.06.2012 09:05


Gleiche Bezahlung bei gleicher Tätigkeit

Das EU-Parlament fordert, dass die Gehaltslücke zwischen Frauen und Männern geschlossen wird.


Seit fast 40 Jahren gelten in Europa Gesetze zur Gleichbehandlung von Männern und Frauen. Dabei gilt auch längst der Grundsatz des gleichen Entgelts für gleichwertige Arbeit. Doch dieser scheint bisher wenig Wirkung zu zeigen. So verdienen Frauen im EU-Durchschnitt rund 16 Prozent* weniger als ihre männlichen Kollegen. Deutschland zeigt dabei mit 23 Prozent* einen deutlich höheren Wert und eines der höchsten Lohngefälle in der EU. Damit nimmt die Bundesrepublik neben Österreich, Zypern, der Slowakei und der Tschechischen Republik einen Spitzenplatz bei der Gehaltsdiskriminierung ein.

Um gegen diese Art von Diskriminierung vorzugehen, haben die Abgeordneten des EU-Parlaments am 24.05.2012 über eine Entschließung für gleiches Entgelt für Männer und Frauen bei gleichwertiger Arbeit abgestimmt. Dabei wurde beschlossen, dass eine EU-weite Strategie nötig ist, um die bestehenden Unterschiede beim Gehalt auszugleichen. Bis spätestens Februar nächsten Jahres sollen die bisher gültigen Gesetze von der EU-Kommision überarbeitet und erweitert werden. Die Empfehlungen des Parlaments reichen dabei von schärferen Sanktionen für Unternehmen bis hin dazu, Unternehmen zur Offenlegung ihrer Gehaltsstrukturen zu verpflichten. Opfer von Lohndiskriminierung sollen außerdem die Möglichkeit zur Sammelklage erhalten. Auch die einzelnen Mitgliedstaaten wurden aufgefordert Ziele und Strategien für eine Angleichung des Lohnniveaus zu erarbeiten.

Die Auswirkungen, die eine neue Gesetzgebung auf die Arbeitgeber haben könnte, sind immens. Vor allem bei der Frage, wie die bestehenden Lohnlücken in Zukunft zu schließen sind, steht ein Unternehmen zwangsläufig vor einem Dilemma. Wie schafft man den Spagat zwischen Lohnerhöhung und Wirtschaftlichkeit ohne die Zufriedenheit und damit die Bindung der weiblichen und männlichen Mitarbeiter an das Unternehmen zu gefährden?

Wer schon früh langfristige Strategien entwickelt ist hier klar im Vorteil. Als Ihr Partner in der Personalberatung stehen wir Ihnen auch hier gerne beratend zur Seite.

*Bei diesen Zahlen handelt es sich nicht um einen direkten Vergleich der Gehälter für gleichwertige Arbeit, sondern der Gehälter von Frauen und Männern insgesamt.

Weitere interessante Infos finden Sie unter:

www. datev.de

www.haufe.de


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